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MS FSLogix-Profile

1. Was ist FSLogix Profilmanagement für Windows-Umgebungen?

FSLogix ist eine Microsoft-Lösung, die Benutzerprofile in virtuelle Festplatten (VHDX) auslagert. Beim Login wird der Container gemountet – das Profil ist sofort vollständig verfügbar, unabhängig vom Server. Dadurch werden Anmeldezeiten drastisch verkürzt und Serverumzüge zum Kinderspiel.

1.1 Hauptfunktionen

  • Profile Container: Komplettes Benutzerprofil in einer VHDX-Datei

  • Office Container: Separater Container für Outlook-Cache, Teams, OneDrive

  • Application Masking: Anwendungen pro Benutzer/Gruppe ein-/ausblenden

  • Java Version Control: Verschiedene Java-Versionen pro Anwendung


2. Vorteile und Nachteile

2.1 Vorteile

Vorteil

Beschreibung

Schnelle Anmeldung

Profil wird gemountet statt kopiert – Login in Sekunden statt Minuten

Serverunabhängigkeit

User kann sich an beliebigem Server anmelden, Profil folgt automatisch

Einfache Migration

Serverwechsel ohne Profilmigration – Container bleibt gleich

Vollständiges Profil

Im Gegensatz zu Roaming Profiles wird ALLES gespeichert

Outlook-Performance

OST-Datei bleibt erhalten, kein Neuaufbau bei jedem Login

Einfaches Backup

Eine VHDX-Datei pro User = einfache Sicherung

Dynamische Größe

VHDX wächst nur bei Bedarf, belegt nicht sofort Maximalgröße



2.2 Nachteile

Nachteil

Beschreibung

Single-Session

Standardmäßig nur eine gleichzeitige Anmeldung pro User

Storage-Abhängigkeit

Netzwerkfreigabe muss hochverfügbar und performant sein

Keine echte Synchronisation

Bei gleichzeitiger Anmeldung an zwei Geräten keine Zusammenführung (letze Abmeldung gewinnt)

VHDX-Verwaltung

Monitoring für Füllstand erforderlich (siehe Kapitel 6)

Lizenzierung

Nicht für alle Szenarien kostenlos (siehe Kapitel 3)


3. Lizenzierung und Kosten

3.1 Kostenlos enthalten bei

Lizenz/Produkt

Anmerkung

RDS-CALs

Remote Desktop Services – der klassische Terminalserver

VDA-Lizenzen

Virtual Desktop Access für VDI-Umgebungen

Microsoft 365 E3/E5

Enterprise-Pläne

Microsoft 365 A3/A5

Education-Pläne

Microsoft 365 Business Premium

Für KMU mit bis zu 300 Usern

Windows 10/11 Enterprise

Per User oder Device

Windows 10/11 Education

Bildungseinrichtungen



3.2 Nicht kostenlos / Nicht lizenziert

Szenario

Status

Windows Pro ohne M365

Nicht lizenziert – auch nicht für Domänen-Clients

Standalone-PCs ohne Domäne/Azure AD

Nicht offiziell unterstützt

Reine File-Server-Nutzung

Nicht lizenziert



3.3 Wo erwerben?

FSLogix selbst ist kostenlos – du benötigst lediglich eine der oben genannten Lizenzen. Der Download erfolgt direkt bei Microsoft:

https://aka.ms/fslogix-latest



Hinweis für Server + Clients: Wenn du normale Server mit Clients (nicht RDS) betreibst und keine M365 Business Premium oder Enterprise-Lizenzen hast, ist FSLogix nicht lizenziert. Alternative: Microsoft 365 Business Premium enthält FSLogix-Rechte.


4. Szenarien und gleichzeitige Anmeldung

4.1 Terminalserver (RDS) – Einzelner Server

Bei einem einzelnen Terminalserver gibt es keine Probleme mit Doppel-Anmeldungen. Windows lässt standardmäßig nur eine Session pro User zu. Meldet sich ein User erneut an, landet er in seiner bestehenden Session.

4.2 Terminalserver-Farm (mehrere Server)

Bei mehreren Terminalservern muss verhindert werden, dass ein User sich parallel an verschiedenen Servern anmeldet. Das regelt der RD-Verbindungsbroker (Connection Broker):

  • Der Broker merkt sich, wo jeder User angemeldet ist

  • Bei erneuter Verbindung wird der User zu seinem bestehenden Server geleitet

  • Zusätzlich per GPO absichern:



Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Remotedesktopdienste → Remotedesktop-Sitzungshost → Verbindungen:

Remotedesktopbenutzer auf eine Sitzung beschraenken -> Aktiviert



Wichtig: FSLogix selbst regelt KEINE Sessions – das ist Aufgabe von Windows/RDS. FSLogix kümmert sich nur um das Profil.

4.3 Normale Server mit Clients (kein RDS)

Hier gibt es keinen zentralen Broker. Wenn ein User sich an PC-A anmeldet und dann an PC-B:

  • FSLogix Standard-Modus: Der erste Rechner hat den Container exklusiv. Am zweiten Rechner wird ein temporäres lokales Profil erstellt – Änderungen gehen verloren.

  • Read-Only Modus (ProfileType=3): Beide können gleichzeitig arbeiten, aber Änderungen werden nicht zurückgeschrieben.



Für echtes gleichzeitiges Arbeiten mit Synchronisation ist FSLogix nicht gedacht. Hierfür eignet sich eher:

  • Klassische Ordnerumleitung auf Netzlaufwerk

  • OneDrive Known Folder Move

  • Kombination aus beidem


5. Installation und Konfiguration

5.1 Voraussetzungen

  • Windows Server 2016 oder neuer / Windows 10/11

  • Dateifreigabe für Profile (SMB)

  • Ausreichend Storage (ca. 5-30 GB pro User, dynamisch)

  • Hyper-V-Rolle oder integrierte VHD-Unterstützung

5.2 Schritt 1: Freigabe vorbereiten

Erstelle eine Freigabe auf deinem Fileserver, z.B.:

\\fileserver\FSLogix\Profiles

Man kann auch gleich auf Profiles den Namen legen, wenn man möchte ;-)

NTFS-Berechtigungen:

Benutzer/Gruppe

Berechtigung

Anwenden auf

SYSTEM

Vollzugriff

Diesen Ordner, Unterordner und Dateien

Domain Admins

Vollzugriff

Diesen Ordner, Unterordner und Dateien

Domain Users

Ändern

Nur diesen Ordner

Creator Owner

Vollzugriff

Nur Unterordner und Dateien

Beispiel Screenshot:

image.png

Freigabeberechtigungen: Jeder → Vollzugriff (NTFS regelt den Rest)

5.3 Schritt 2: FSLogix Agent installieren

https://aka.ms/fslogix-latest

Auf dem Terminalserver/Remotedesktop Client die Datei FSLogixAppsSetup.exe ausführen. Standard-Installation reicht aus.

5.4 Schritt 3: Konfiguration per Registry (Ich würde aber Schritt 5.5 per GPO bevorzugen)
wurde gelöscht, GPO ist einfacher, deswegen bei 5.5 weiter machen.

5.5 Konfiguration per GPO (Alternative zur Registry empfohlen)

Statt der Registry-Konfiguration kannst du FSLogix auch zentral per Gruppenrichtlinie steuern. Das ist besonders bei mehreren Servern praktisch.

GPO-Vorlagen installieren

Die ADMX-Vorlagen liegen nach der FSLogix-Installation unter:

C:\Program Files\FSLogix\Apps\fslogix.admx

C:\Program Files\FSLogix\Apps\fslogix.adml



Kopiere die Dateien in den Central Store (falls vorhanden) oder lokal:

# Central Store (empfohlen, denn bei mehren DCs wirds automatisch Synchroniert)

\\domain.local\SYSVOL\domain.local\Policies\PolicyDefinitions\fslogix.admx

\\domain.local\SYSVOL\domain.local\Policies\PolicyDefinitions\de-DE\fslogix.adml

Falls die Verzeichnisse nicht bestehen manuell anlegen

Einfach den Ordner manuell erstellen:
\\domain.local\SYSVOL\domain.local\Policies\PolicyDefinitions
Dann noch den Sprachordner:
\\domain.local\SYSVOL\domain.local\Policies\PolicyDefinitions\de-DE

Oder lokal auf dem DC (Ich würde Central Store bevorzugen siehe oben)

C:\Windows\PolicyDefinitions\fslogix.admx

C:\Windows\PolicyDefinitions\de-DE\fslogix.adml

Nachdem die Dateien kopiert sind (lokal oder Central Store) GPO erstellen und verknuepfen

  1. Group Policy Management oeffnen (nicht gpedit.msc, das ist lokal, nicht Domänenbezogen)

    image.png


  2. Neue GPO erstellen, z.B. "FSLogix Profile Container"

    image.png


    image.png


  3. GPO mit der OU verknuepfen, in der die Terminalserver liegen, in unserem Fall eine neue OU
    Rechtsklick auf die Dömäne dann neue Organistaioneinheit

    image.png

    image.png

    Nun unsere Gruppenrichtline auf Terminalserver ziehen

    image.png


    Nun auf OK klicken

    image.png


    image.png


  4. GPO bearbeiten

GPO-Einstellungen bearbeiten

Rechtsklick auf die GPO und bearbeiten auswählen:

image.png


Navigiere zu:

Computer Configuration -> Richtlinienen -> Administrative Templates -> FSLogix -> Profile Containers

image.png

Folgende Einstellungen konfigurieren:



Einstellung

Wert

Beschreibung

Enabled

Enabled + Dropdown auf "Enabled"

Aktiviert FSLogix (WICHTIG: Beides setzen!)
Aber erst wenn die Profile migriert sind.
Erstmal auf 0 lassen also Disabled, wenn Benutzer migriert werden sollen

VHD Locations

\\fileserver\FSLogix\Profiles

Pfad zur Freigabe

Delete Local Profile When VHD Should Apply

Disabled

Lokales Profil loeschen wenn FSLogix greift:
Auf Disabled setzen Ganz wichtig, damit vorhandene Profile nicht gelöscht werden:
Sind lokale Profile vorhanden wir auch keine VHDX angelegt.
Also verhalten so als gäbe es FSLogix gar nicht.

Size In MBs

30000

Maximale Groesse in MB (30 GB)

Prevent Login With Failure

Enabled

Anmeldung verhindern wenn Container nicht geladen werden kann

Prevent Login With Temp Profile

Enabled

Anmeldung mit temporaerem Profil verhindern, wenn schon woanders angemeldet ist

NoProfileAvailableMessage

Dein Profil ist bereits in Benutzung. Bitte melde dich zuerst am anderen Computer/Terminalserver ab

Nachricht für 
Prevent Login With Temp Profile, ansonsten kommt ne riesen Fehlerbox.

Muss als Reg Key erstellt werden.

VolumeWaitTimeMS

20000

Legt fest, wie lange FSLogix maximal wartet, bis die VHDX-Datei verfügbar ist. Ist die Datei nach Ablauf der Zeit nicht verfügbar (z.B. weil sie von einem anderen Computer verwendet wird), schlägt der Login fehl.

Default : 20000 (20 seconds)

RoamIdentity

Enabled

Speichert die Authentifizierungs-Tokens für Microsoft 365 im FSLogix-Container statt lokal. Ohne diese Einstellung werden die Anmeldedaten lokal auf dem Server gespeichert – der User muss dann auf jedem Server sein Passwort neu eingeben.

 

 

 

 



RoamCredentials nur Per Reg hinzufügbar und das aus gutem Grund!

Speichert klassische Windows-Anmeldeinformationen (Benutzername/Passwort) im FSLogix-Container statt lokal. Diese Einstellung ist für ältere Authentifizierungsmethoden gedacht.

   
Wann aktivieren Bei lokalem Exchange Server (On-Premises), IMAP/POP3 Konten, älteren Outlook-Versionen
Registry HKLM\SOFTWARE\FSLogix\Profiles\RoamCredentials
Wert 1 = Aktiviert, 0 = Deaktiviert
GPO Nicht verfügbar – nur per Registry konfigurierbar

Hinweis: Diese Einstellung gilt als veraltet. Die meisten modernen Umgebungen nutzen Microsoft 365 mit Web Account Manager (WAM) – dort ist stattdessen RoamIdentity die richtige Einstellung. RoamCredentials wird nur noch für Legacy-Umgebungen mit klassischer Authentifizierung benötigt.

Sicherheitswarnung: Bei aktiviertem RoamCredentials werden Passwörter im Netzwerk-Container gespeichert. Bei Diebstahl der VHDX-Datei könnten diese kompromittiert werden.

Powershell Befehl: 
Enable: 

New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\FSLogix\Profiles" -Name "RoamCredentials" -Value 1 -PropertyType DWord -Force

Disable: 

New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\FSLogix\Profiles" -Name "RoamCredentials" -Value 0 -PropertyType DWord -Force

NoProfileAvailableMessage nur Per Reg hinzufügbar

Oder per GPO Registry Preferences verteilen:

  1. gpmc.msc → deine FSLogix GPO bearbeiten
  2. Computerkonfiguration → Einstellungen → Windows-Einstellungen → Registrierung
  3. Rechtsklick → Neu → Registrierungselement
  4. Eintragen:
    • Aktion: Erstellen
    • Struktur: HKEY_LOCAL_MACHINE
    • Schlüsselpfad: SOFTWARE\FSLogix\Profiles
    • Wertname: NoProfileAvailableMessage
    • Werttyp: REG_SZ
    • Wertdaten: Dein Profil ist bereits in Benutzung. Bitte melde dich zuerst am anderen Computer/Terminalserver ab.

image.png

Wichtig: Bei "Enabled" muss sowohl der Status auf "Enabled" gesetzt werden ALS AUCH im Dropdown darunter nochmal "Enabled" ausgewaehlt werden. Sonst greift FSLogix nicht!

Optionale Einstellungen

Unter Profile Containers -> Container and Directory Naming:

image.png

Einstellung

mpfehlung

Beschreibung

Flip Flop Profile Directory Name

Enabled

Ordner heissen username_SID statt SID_username

Virtual Disk Type

VHDX

Moderneres Format, besser fuer PowerShell-Verwaltung

Nun noch im Active Directory Benutzer und Computer die Terminalserver auf unsere OU Terminal ziehen

image.png


GPO aktualisieren

Nach dem Konfigurieren auf dem DC und Terminalserver(n) die GPO aktualisieren oder Server neu starten.:

gpupdate /force

Nun können wir überpüfen ob die Gruppenrichtlinie auch drin ist.
Auf den Terminalserver(n) überprüfen.

gpresult /r

Ausgabe:

Betriebssystem Microsoft (R) Windows (R) Gruppenrichtlinienergebnis-Tool v2.0
© Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Am ‎25.‎01.‎2026 um 15:05:48 erstellt


RSOP-Daten für HACKER-TEST\administrator auf TERM-TEST: Protokollmodus
-----------------------------------------------------------------------

Betriebssystemkonfiguration: Mitgliedsserver
Betriebssystemversion:       10.0.26100
Standortname:                Default-First-Site-Name
Roamingprofil:Nicht zutreffend
Lokales Profil:              C:\Users\administrator.HACKER-TEST
Langsame Verbindung?         Nein


COMPUTEREINSTELLUNGEN
----------------------
    CN=TERM-TEST,OU=Terminalserver,DC=hacker-test,DC=local
    Letzte Gruppenrichtlinienanwendung:   25.01.2026, um 15:05:33
    Gruppenrichtlinieanwendung von:       DC01-test.hacker-test.local
    Schwellenwert für langsame Verbindung:500 kbps
    Domänenname:                          HACKER-TEST
    Domänentyp:                           Windows 2008 oder höher

    Angewendete Gruppenrichtlinienobjekte
    --------------------------------------
        FSLogix Profile Container
        Default Domain Policy
        Richtlinien der lokalen Gruppe

    Der Computer ist Mitglied der folgenden Sicherheitsgruppen
    ----------------------------------------------------------
        Administratoren
        Jeder
        Benutzer
        NETZWERK
        Authentifizierte Benutzer
        Diese Organisation
        TERM-TEST$
        Domänencomputer
        Von der Authentifizierungsstelle bestätigte ID
        Systemverbindlichkeitsstufe


BENUTZEREINSTELLUNGEN
----------------------
    CN=Administrator,CN=Users,DC=hacker-test,DC=local
    Letzte Gruppenrichtlinienanwendung:   25.01.2026, um 15:05:34
    Gruppenrichtlinieanwendung von:       DC01-test.hacker-test.local
    Schwellenwert für langsame Verbindung:500 kbps
    Domänenname:                          HACKER-TEST
    Domänentyp:                           Windows 2008 oder höher

    Angewendete Gruppenrichtlinienobjekte
    --------------------------------------
        Nicht zutreffend

    Folgende herausgefilterte Gruppenrichtlinien werden nicht angewendet.
    ----------------------------------------------------------------------
        Richtlinien der lokalen Gruppe
            Filterung:  Nicht angewendet (Leer)

    Der Benutzer ist Mitglied der folgenden Sicherheitsgruppen
    ----------------------------------------------------------
        Domänen-Benutzer
        Jeder
        Benutzer
        Administratoren
        INTERAKTIVE REMOTEANMELDUNG
        INTERAKTIV
        Authentifizierte Benutzer
        Diese Organisation
        LOKAL
        Richtlinien-Ersteller-Besitzer
        Domänen-Admins
        Organisations-Admins
        Schema-Admins
        Von der Authentifizierungsstelle bestätigte ID
        Abgelehnte RODC-Kennwortreplikationsgruppe
        Hohe Verbindlichkeitsstufe


Der entscheidene Teil:

Nun testen der Einstellungen:

Get-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\FSLogix\Profiles"

Ausgabe:

Enabled                              : 1
VHDLocations                         : \\dateiserv-test\Profiles
SizeInMBs                            : 30000
VolumeType                           : VHDX
FlipFlopProfileDirectoryName         : 1
DeleteLocalProfileWhenVHDShouldApply : 0
PreventLoginWithFailure              : 1
PreventLoginWithTempProfile          : 1
PSPath                               : Microsoft.PowerShell.Core\Registry::HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\FSLogix\Profiles
PSParentPath                         : Microsoft.PowerShell.Core\Registry::HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\FSLogix
PSChildName                          : Profiles
PSDrive                              : HKLM
PSProvider                           : Microsoft.PowerShell.Core\Registry

Hinweis: Registry und GPO koennen parallel existieren. GPO-Einstellungen ueberschreiben Registry-Werte. Fuer Konsistenz empfiehlt sich EINE Methode.

5.6 Schritt 4: Testen

  1. Server neu starten (oder Dienst frxsvc neu starten)

  2. Mit einem Testuser anmelden

  3. Auf der Freigabe prüfen ob VHDX erstellt wurde



Kontrolle am Client per CMD:

frx list-redirects

Zeigt an, ob das Profil korrekt gemountet ist.


6. Profilgröße überwachen und automatisch vergrößern

Ein volles Profil verhindert die Anmeldung! Daher ist Monitoring wichtig.

6.1 Manuelle Vergrößerung

User muss abgemeldet sein. Dann per PowerShell:

# VHDX auf 50 GB vergrößern
Resize-VHD -Path "\\fileserver\FSLogix\Profiles\user_SID\Profile_user.VHDX" -SizeBytes 50GB

Die Partition wächst beim nächsten Login automatisch mit.

6.2 Standardgröße für neue Profile ändern

Registry-Wert anpassen (Beispiel 50 GB = 50000 MB = 0xC350):

"SizeInMBs"=dword:0000c350

6.3 Automatisches Monitoring und Resize

Siehe beiliegendes PowerShell-Skript: FSLogix-AutoResize.ps1 download

FSLogix-AutoResize.ps1

# FSLogix VHDX Auto-Resize Script mit Mail-Benachrichtigung
# Prüft alle Profile und vergrößert automatisch wenn > 85% voll
#
# Einrichtung:
# 1. Skript anpassen (Pfade, Mail-Einstellungen)
# 2. Speichern unter C:\Scripts\FSLogix-AutoResize.ps1
# 3. Log-Ordner anlegen: mkdir C:\Logs
# 4. Scheduled Task erstellen (siehe unten)
#
# Scheduled Task per PowerShell erstellen:
# $action = New-ScheduledTaskAction -Execute "PowerShell.exe" -Argument "-NoProfile -ExecutionPolicy Bypass -File C:\Scripts\FSLogix-AutoResize.ps1"
# $trigger = New-ScheduledTaskTrigger -Daily -At "06:00"
# $principal = New-ScheduledTaskPrincipal -UserId "SYSTEM" -LogonType ServiceAccount -RunLevel Highest
# Register-ScheduledTask -TaskName "FSLogix AutoResize" -Action $action -Trigger $trigger -Principal $principal

#region Konfiguration
# ============================================================================
# HIER ANPASSEN
# ============================================================================

# Pfad zu den FSLogix Profilen
$ProfilePath = "\\fileserver\FSLogix\Profiles"

# Ab welchem Füllstand vergrößern (in Prozent)
$ThresholdPercent = 85

# Um wie viel GB vergrößern
$GrowByGB = 10

# Maximale Größe (Obergrenze)
$MaxSizeGB = 100

# Log-Datei
$LogFile = "C:\Logs\FSLogix-AutoResize.log"

# Mail-Konfiguration
$MailSettings = @{
    SmtpServer  = "mail.example.de"          # SMTP-Server
    Port        = 587                         # 587 für STARTTLS, 465 für SSL, 25 für unverschlüsselt
    UseSsl      = $true                       # SSL/TLS verwenden
    Username    = "monitoring@example.de"     # SMTP-Benutzername
    Password    = "DEIN-PASSWORT-HIER"        # SMTP-Passwort
    From        = "monitoring@example.de"     # Absender
    To          = "admin@example.de"          # Empfänger (mehrere: "a@x.de","b@x.de")
}

# ============================================================================
# AB HIER NICHTS MEHR ÄNDERN
# ============================================================================
#endregion

#region Funktionen
function Write-Log {
    param(
        [string]$Message,
        [string]$Level = "INFO"
    )
    
    # Log-Verzeichnis erstellen falls nicht vorhanden
    $logDir = Split-Path -Path $LogFile -Parent
    if (-not (Test-Path $logDir)) {
        New-Item -ItemType Directory -Path $logDir -Force | Out-Null
    }
    
    $timestamp = Get-Date -Format "yyyy-MM-dd HH:mm:ss"
    $logEntry = "[$Level] $timestamp - $Message"
    
    # In Datei schreiben
    $logEntry | Out-File -FilePath $LogFile -Append -Encoding UTF8
    
    # Auch auf Konsole ausgeben
    switch ($Level) {
        "ERROR"   { Write-Host $logEntry -ForegroundColor Red }
        "WARNING" { Write-Host $logEntry -ForegroundColor Yellow }
        "RESIZE"  { Write-Host $logEntry -ForegroundColor Green }
        default   { Write-Host $logEntry }
    }
}

function Send-AlertMail {
    param(
        [string]$Subject,
        [string]$Body
    )
    
    try {
        $securePassword = ConvertTo-SecureString $MailSettings.Password -AsPlainText -Force
        $credential = New-Object System.Management.Automation.PSCredential ($MailSettings.Username, $securePassword)
        
        $mailParams = @{
            SmtpServer  = $MailSettings.SmtpServer
            Port        = $MailSettings.Port
            UseSsl      = $MailSettings.UseSsl
            Credential  = $credential
            From        = $MailSettings.From
            To          = $MailSettings.To
            Subject     = $Subject
            Body        = $Body
            BodyAsHtml  = $true
            Encoding    = [System.Text.Encoding]::UTF8
        }
        
        Send-MailMessage @mailParams
        Write-Log "Mail erfolgreich gesendet: $Subject"
    }
    catch {
        Write-Log "Mail-Versand fehlgeschlagen: $_" -Level "ERROR"
    }
}

function Get-HtmlReport {
    param(
        [array]$Warnings,
        [array]$Resizes,
        [array]$Errors
    )
    
    $html = @"
<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
    <meta charset="UTF-8">
    <style>
        body { 
            font-family: 'Segoe UI', Arial, sans-serif; 
            margin: 20px;
            background-color: #f5f5f5;
        }
        .container {
            max-width: 800px;
            margin: 0 auto;
            background-color: white;
            padding: 20px;
            border-radius: 8px;
            box-shadow: 0 2px 4px rgba(0,0,0,0.1);
        }
        h2 { 
            color: #333; 
            border-bottom: 2px solid #4472C4;
            padding-bottom: 10px;
        }
        h3 {
            margin-top: 25px;
        }
        table { 
            border-collapse: collapse; 
            width: 100%; 
            margin-bottom: 20px; 
        }
        th, td { 
            border: 1px solid #ddd; 
            padding: 10px 12px; 
            text-align: left; 
        }
        th { 
            background-color: #4472C4; 
            color: white; 
        }
        tr:nth-child(even) { 
            background-color: #f9f9f9; 
        }
        tr:hover {
            background-color: #f1f1f1;
        }
        .warning { 
            background-color: #fff3cd !important; 
        }
        .error { 
            background-color: #f8d7da !important; 
        }
        .success { 
            background-color: #d4edda !important; 
        }
        .info-box {
            background-color: #e7f3ff;
            border-left: 4px solid #4472C4;
            padding: 10px 15px;
            margin-bottom: 20px;
        }
        .footer {
            margin-top: 30px;
            padding-top: 15px;
            border-top: 1px solid #ddd;
            font-size: 12px;
            color: #666;
        }
    </style>
</head>
<body>
    <div class="container">
        <h2>🗄️ FSLogix Auto-Resize Report</h2>
        
        <div class="info-box">
            <strong>Server:</strong> $env:COMPUTERNAME<br>
            <strong>Zeitpunkt:</strong> $(Get-Date -Format "dd.MM.yyyy HH:mm:ss")<br>
            <strong>Profilpfad:</strong> $ProfilePath
        </div>
"@

    # Zusammenfassung
    $html += "<p><strong>Zusammenfassung:</strong> "
    $summaryParts = @()
    if ($Resizes.Count -gt 0) { $summaryParts += "✅ $($Resizes.Count) Profile vergrößert" }
    if ($Warnings.Count -gt 0) { $summaryParts += "⚠️ $($Warnings.Count) Warnungen" }
    if ($Errors.Count -gt 0) { $summaryParts += "❌ $($Errors.Count) Fehler" }
    $html += ($summaryParts -join " | ") + "</p>"

    # Vergrößerte Profile
    if ($Resizes.Count -gt 0) {
        $html += @"
        <h3>✅ Automatisch vergrößerte Profile</h3>
        <table>
            <tr>
                <th>Profil</th>
                <th>Alte Größe</th>
                <th>Neue Größe</th>
                <th>Belegt</th>
            </tr>
"@
        foreach ($r in $Resizes) {
            $html += "<tr class='success'><td>$($r.Name)</td><td>$($r.OldSize) GB</td><td>$($r.NewSize) GB</td><td>$($r.UsedPercent)%</td></tr>"
        }
        $html += "</table>"
    }

    # Warnungen
    if ($Warnings.Count -gt 0) {
        $html += @"
        <h3>⚠️ Maximum erreicht - Manuelle Prüfung erforderlich!</h3>
        <p style="color: #856404;">Diese Profile haben die maximale Größe von $MaxSizeGB GB erreicht und können nicht weiter automatisch vergrößert werden.</p>
        <table>
            <tr>
                <th>Profil</th>
                <th>Aktuelle Größe</th>
                <th>Belegt</th>
            </tr>
"@
        foreach ($w in $Warnings) {
            $html += "<tr class='warning'><td>$($w.Name)</td><td>$($w.Size) GB</td><td>$($w.UsedPercent)%</td></tr>"
        }
        $html += "</table>"
    }

    # Fehler
    if ($Errors.Count -gt 0) {
        $html += @"
        <h3>❌ Fehler bei der Verarbeitung</h3>
        <table>
            <tr>
                <th>Profil</th>
                <th>Fehlermeldung</th>
            </tr>
"@
        foreach ($e in $Errors) {
            $html += "<tr class='error'><td>$($e.Name)</td><td>$($e.Error)</td></tr>"
        }
        $html += "</table>"
    }

    # Footer
    $html += @"
        <div class="footer">
            Diese E-Mail wurde automatisch generiert vom FSLogix Auto-Resize Script.<br>
            Schwellwert: ${ThresholdPercent}% | Vergrößerung: +${GrowByGB} GB | Maximum: ${MaxSizeGB} GB
        </div>
    </div>
</body>
</html>
"@

    return $html
}
#endregion

#region Hauptlogik
Write-Log "=== Starte FSLogix Auto-Resize ===" 

# Prüfen ob Profilpfad erreichbar
if (-not (Test-Path $ProfilePath)) {
    Write-Log "Profilpfad nicht erreichbar: $ProfilePath" -Level "ERROR"
    
    $errorBody = Get-HtmlReport -Warnings @() -Resizes @() -Errors @(@{
        Name  = "Profilpfad"
        Error = "Der Pfad $ProfilePath ist nicht erreichbar. Bitte Netzwerkverbindung und Berechtigungen prüfen."
    })
    Send-AlertMail -Subject "FSLogix FEHLER: Profilpfad nicht erreichbar" -Body $errorBody
    exit 1
}

# Arrays für Report
$warnings = @()
$resizes = @()
$errors = @()

# Alle VHDX-Dateien finden
$vhdxFiles = Get-ChildItem -Path $ProfilePath -Recurse -Filter "*.vhdx" -ErrorAction SilentlyContinue

Write-Log "Gefundene Profile: $($vhdxFiles.Count)"

foreach ($vhdx in $vhdxFiles) {
    try {
        # VHDX mounten (readonly) um Größe zu prüfen
        $mount = Mount-VHD -Path $vhdx.FullName -ReadOnly -Passthru -ErrorAction Stop
        $partition = Get-Partition -DiskNumber $mount.DiskNumber | Where-Object { $_.Type -eq "Basic" }
        
        if ($partition) {
            $volume = Get-Volume -Partition $partition
            $usedPercent = [math]::Round((($volume.Size - $volume.SizeRemaining) / $volume.Size) * 100, 1)
            $currentSizeGB = [math]::Round($volume.Size / 1GB, 1)
            
            Write-Log "Prüfe: $($vhdx.Name) - $usedPercent% belegt ($currentSizeGB GB)"
            
            # Dismounten vor möglichem Resize
            Dismount-VHD -Path $vhdx.FullName
            
            # Prüfen ob Schwellwert überschritten
            if ($usedPercent -ge $ThresholdPercent) {
                $currentMaxGB = [math]::Round((Get-VHD -Path $vhdx.FullName).Size / 1GB, 1)
                $newSizeGB = $currentMaxGB + $GrowByGB
                
                if ($newSizeGB -le $MaxSizeGB) {
                    # Vergrößern
                    Write-Log "RESIZE: $($vhdx.Name) von $currentMaxGB GB auf $newSizeGB GB" -Level "RESIZE"
                    Resize-VHD -Path $vhdx.FullName -SizeBytes ($newSizeGB * 1GB)
                    
                    $resizes += @{
                        Name        = $vhdx.Name
                        OldSize     = $currentMaxGB
                        NewSize     = $newSizeGB
                        UsedPercent = $usedPercent
                    }
                }
                else {
                    # Maximum erreicht
                    Write-Log "WARNUNG: $($vhdx.Name) hat Maximum ($MaxSizeGB GB) erreicht!" -Level "WARNING"
                    
                    $warnings += @{
                        Name        = $vhdx.Name
                        Size        = $currentMaxGB
                        UsedPercent = $usedPercent
                    }
                }
            }
        }
        else {
            Dismount-VHD -Path $vhdx.FullName
            Write-Log "Keine gültige Partition gefunden in: $($vhdx.Name)" -Level "WARNING"
        }
    }
    catch {
        Write-Log "FEHLER bei $($vhdx.Name): $_" -Level "ERROR"
        
        # Sicherstellen dass VHD dismounted ist
        Dismount-VHD -Path $vhdx.FullName -ErrorAction SilentlyContinue
        
        $errors += @{
            Name  = $vhdx.Name
            Error = $_.Exception.Message
        }
    }
}

# Mail senden wenn es was zu berichten gibt
if ($warnings.Count -gt 0 -or $resizes.Count -gt 0 -or $errors.Count -gt 0) {
    
    # Betreff zusammenbauen
    $subject = "FSLogix Report: "
    $parts = @()
    
    if ($resizes.Count -gt 0) { $parts += "$($resizes.Count) vergrößert" }
    if ($warnings.Count -gt 0) { $parts += "$($warnings.Count) Warnungen" }
    if ($errors.Count -gt 0) { $parts += "$($errors.Count) Fehler" }
    
    $subject += $parts -join ", "
    
    # HTML-Report erstellen und senden
    $body = Get-HtmlReport -Warnings $warnings -Resizes $resizes -Errors $errors
    Send-AlertMail -Subject $subject -Body $body
}
else {
    Write-Log "Keine Aktionen erforderlich - alle Profile im grünen Bereich"
}

Write-Log "=== Durchlauf beendet ==="
#endregion

Das Skript:

  • Prüft alle Profile auf Füllstand

  • Vergrößert automatisch wenn über Schwellwert (Standard: 85%)

  • Sendet E-Mail-Benachrichtigung bei Aktionen oder Fehlern

  • Loggt alle Aktivitäten



Einrichtung als Scheduled Task:

$action = New-ScheduledTaskAction -Execute "PowerShell.exe" -Argument "-NoProfile -ExecutionPolicy Bypass -File C:\Scripts\FSLogix-AutoResize.ps1"
$trigger = New-ScheduledTaskTrigger -Daily -At "06:00"
$principal = New-ScheduledTaskPrincipal -UserId "SYSTEM" -LogonType ServiceAccount -RunLevel Highest
Register-ScheduledTask -TaskName "FSLogix AutoResize" -Action $action -Trigger $trigger -Principal $principal

FSLogix-AutoResize.ps1 download

7. Bestehende Profile migrieren

7.1 Option A: Sauber neu anfangen

User meldet sich an, neues Profil wird erstellt. Outlook, Netzlaufwerke etc. müssen neu eingerichtet werden. Bei wenigen Usern vertretbar.

7.2 Option B: Profil übernehmen

Vorraussetzungen:

  1. Das Scripte:
    migrate2vhdx.ps1
  2. # ============================================
    # FSLogix Profil-Migration
    # Mountet VHDX, kopiert Profildaten, trennt VHDX
    # ============================================
    
    # ============================================
    # Variablen anpassen
    # ============================================
    $username = "max.mustermann"
    $sid = "S-1-5-21-2630395647-2518157359-3528892432-1109"
    $driveLetter = "P"
    $profileShare = "\\dateiserv-test\Profiles"
    
    # ============================================
    # Ab hier nichts aendern
    # ============================================
    $vhdPath = "$profileShare\${username}_$sid\Profile_${username}.VHDX"
    $source = "C:\Users\${username}_migrate"
    $destination = "${driveLetter}:\Profile"
    
    Write-Host ""
    Write-Host "========================================" -ForegroundColor Cyan
    Write-Host " FSLogix Profil-Migration" -ForegroundColor Cyan
    Write-Host "========================================" -ForegroundColor Cyan
    Write-Host ""
    Write-Host "User:        $username" -ForegroundColor White
    Write-Host "SID:         $sid" -ForegroundColor White
    Write-Host "VHDX:        $vhdPath" -ForegroundColor White
    Write-Host "Quelle:      $source" -ForegroundColor White
    Write-Host "Ziel:        $destination" -ForegroundColor White
    Write-Host ""
    
    # Pruefen ob Quelle existiert
    if (-not (Test-Path $source)) {
        Write-Host "FEHLER: Quellordner $source nicht gefunden!" -ForegroundColor Red
        Write-Host "Wurde das lokale Profil in _migrate umbenannt?" -ForegroundColor Yellow
        exit 1
    }
    
    # Pruefen ob VHDX existiert
    if (-not (Test-Path $vhdPath)) {
        Write-Host "FEHLER: VHDX $vhdPath nicht gefunden!" -ForegroundColor Red
        Write-Host "Hat sich der User einmal angemeldet damit FSLogix die VHDX erstellt?" -ForegroundColor Yellow
        exit 1
    }
    
    # VHDX mounten
    Write-Host "[1/3] Mounte VHDX..." -ForegroundColor Yellow
    $diskpartMount = @"
    select vdisk file="$vhdPath"
    attach vdisk
    select partition 1
    assign letter=$driveLetter
    "@
    $diskpartMount | diskpart | Out-Null
    
    # Kurz warten bis Laufwerk verfuegbar
    Start-Sleep -Seconds 2
    
    # Pruefen ob Mount erfolgreich
    if (-not (Test-Path "${driveLetter}:\")) {
        Write-Host "FEHLER: Laufwerk ${driveLetter}: nicht verfuegbar!" -ForegroundColor Red
        Write-Host "VHDX konnte nicht gemountet werden." -ForegroundColor Yellow
        exit 1
    }
    Write-Host "      VHDX gemountet auf ${driveLetter}:" -ForegroundColor Green
    
    # Daten kopieren
    Write-Host "[2/3] Kopiere Profildaten..." -ForegroundColor Yellow
    Write-Host "      Das kann je nach Profilgroesse einige Minuten dauern..." -ForegroundColor Gray
    robocopy $source $destination /E /COPYALL /R:0 /W:0 /NP /NFL /NDL
    
    if ($LASTEXITCODE -le 7) {
        Write-Host "      Kopieren erfolgreich!" -ForegroundColor Green
    } else {
        Write-Host "      WARNUNG: Einige Dateien konnten nicht kopiert werden (Exit: $LASTEXITCODE)" -ForegroundColor Yellow
    }
    
    # VHDX trennen
    Write-Host "[3/3] Trenne VHDX..." -ForegroundColor Yellow
    $diskpartDismount = @"
    select vdisk file="$vhdPath"
    detach vdisk
    "@
    $diskpartDismount | diskpart | Out-Null
    Write-Host "      VHDX getrennt." -ForegroundColor Green
    
    Write-Host ""
    Write-Host "========================================" -ForegroundColor Green
    Write-Host " Migration abgeschlossen!" -ForegroundColor Green
    Write-Host "========================================" -ForegroundColor Green
    Write-Host ""
    Write-Host "Naechste Schritte:" -ForegroundColor Cyan
    Write-Host "1. FSLogix aktivieren (Enabled = 1)" -ForegroundColor White
    Write-Host "2. User $username kann sich jetzt anmelden" -ForegroundColor White
    Write-Host "3. Nach erfolgreichem Test: $source loeschen" -ForegroundColor White
    Write-Host ""

    Kleines Hilfsscript um zu sehen, wo inder Regestry die USER IDS auf welches Verzeiuchnis linken:

    Get-ChildItem "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList" | ForEach-Object { 
        $sid = $_.PSChildName
        $path = (Get-ItemProperty $_.PSPath).ProfileImagePath
        Write-Host "$sid -> $path"
    }

    Ausgabe:

    S-1-5-18 -> C:\WINDOWS\system32\config\systemprofile
    S-1-5-19 -> C:\WINDOWS\ServiceProfiles\LocalService
    S-1-5-20 -> C:\WINDOWS\ServiceProfiles\NetworkService
    S-1-5-21-2630395647-2518157359-3528892432-1109 -> C:\Users\max.mustermann.HACKER-TEST
    



  3. SID herausbekommen in einer Powershell:

    Wenn es ein lokaler Benutzer ist:
Get-LocalUser -Name "benutzername").SID

Wenn es ein Domänen Benutzer ist:

 ([System.Security.Principal.NTAccount]"DOMÄNE\BENUTZERNAME").Translate([System.Security.Principal.SecurityIdentifier]).Value

Ausgabe

S-1-5-21-2630395647-2518157359-3528892432-1109

Die user_SID würde dann so aussehen Bennutzername_S-1-5-21-2630395647-2518157359-3528892432-1109

"C:\Program Files\FSLogix\Apps\frx.exe" copy-profile -filename "\\fileserver\FSLogix\Profiles\<username>_<SID>\Profile_<username>.VHDX" -username "DOMAIN\username" -size-mbs 30000


Beispielpfad

\\dateiserv-test\Profiles\max.mustermann_S-1-5-21-2630395647-2518157359-3528892432-1107\Profile_max.mustermann.VHDX

Sauberer Ablauf für die Migration:

  1. Die Scripte erstellt haben
  2. Wenn credentials gesichert werden sollen, dann mit dem Benutzer nochmals anmelden und
    rundll32.exe keymgr.dll,KRShowKeyMgr

    ausführen, dann die Credentials im Benutzerverzeichnis sichern
  3. FSLogix auf Enabled = 1 setzen falls nicht schon geschehen
  4. Lokales Benutzerprofil umbennen in <username>_migrate
  5. Benutzer anmelden, so das die VHDX erstellt wird.
  6. Benutzer abmelden
  7. SSID des Benutzers mit Befehl siehe oben herausbekommen und die Script anpassen
  8. Das migrate script starten und danach dismount starten
  9. Benutzer anmelden
  10. Fertig

7.3 Option C: Migration mit Transwiz (Drittanbieter)

Für einfache GUI-basierte Migration:

  1. Am alten Server Profil exportieren (.zip)

  2. Am neuen Server importieren und User zuweisen

  3. Danach FSLogix aktivieren


8. Troubleshooting

8.1 User kann sich nicht anmelden

  • Freigabe erreichbar? Test: dir \\fileserver\FSLogix\Profiles

  • VHDX voll? Manuell vergrößern (siehe Kapitel 6.1)

  • VHDX bereits gemountet? Anderer Server/PC hält Container offen

  • Berechtigungen korrekt? Creator Owner muss Vollzugriff haben

8.2 Profil wird nicht geladen (lokales Profil statt Container)

  • Registry prüfen: Enabled = 1?

  • Dienst läuft? services.msc → FSLogix Apps Services

  • Logs prüfen: C:\ProgramData\FSLogix\Logs

8.3 Anmeldung sehr langsam

  • Netzwerk zum Fileserver prüfen (Latenz, Bandbreite)

  • Antivirus-Ausnahmen für VHDX-Dateien?

  • Storage-Performance (IOPS) ausreichend?

8.4 Nützliche Befehle

# Status prüfen
frx list-redirects


# Logs anzeigen
Get-Content C:\ProgramData\FSLogix\Logs\Profile*.log -Tail 50


# VHDX-Info abrufen
Get-VHD -Path "\\server\share\user_SID\Profile_user.VHDX"


9. Checkliste für die Einrichtung

Zum Abhaken:



Schritt

Erledigt

Lizenzierung geklärt (RDS-CAL, M365, etc.)

Freigabe erstellt mit korrekten Berechtigungen

FSLogix Agent installiert

Registry-Konfiguration importiert

Server/Client neu gestartet

Test-Anmeldung erfolgreich

VHDX auf Freigabe vorhanden

frx list-redirects zeigt gemountetes Profil

Monitoring-Skript eingerichtet

Scheduled Task für Auto-Resize erstellt

Bei RDS-Farm: Verbindungsbroker konfiguriert

Bei RDS-Farm: GPO für Single-Session aktiviert


10. ODFC-Container (Optional)

Der ODFC-Container (Office Data File Container) ist eine optionale Erweiterung von FSLogix speziell für Microsoft 365 und Exchange. Er ist KEIN Muss – wenn du nur den Profile Container nutzt, landen alle Office-Daten automatisch dort mit drin und alles funktioniert problemlos.

10.1 Was macht der ODFC-Container?

Der ODFC-Container speichert ausschließlich Daten von Microsoft 365 Anwendungen:

  • Outlook Offline-Cache (OST-Datei) – kann schnell 10-20 GB werden

  • OneDrive-Cache

  • OneNote lokale Daten

  • SharePoint-Cache

  • Teams-Daten

  • Office-Aktivierungsdaten



Wichtig: Der ODFC-Container ist optional! Ohne separate ODFC-Konfiguration landen alle Office-Daten einfach im normalen Profile Container – das funktioniert genauso gut.

10.2 Ein Container vs. Zwei Container



Variante

Vorteile

Nachteile

Nur Profile Container

Einfacher zu verwalten, weniger Komplexität, eine VHDX pro User

Office-Cache ist im Backup enthalten (braucht mehr Speicher)

Profile + ODFC Container

Office-Cache kann vom Backup ausgeschlossen werden, bessere Trennung

Zwei VHDXs pro User, mehr Verwaltungsaufwand

10.3 Wann lohnt sich der ODFC-Container?

Der separate ODFC-Container ist sinnvoll wenn:

  • Du regelmaessige Backups der Profile machst und den Office-Cache (nur Cache, kann neu aufgebaut werden) ausschliessen willst

  • Du bereits eine andere Profilloesung hast (z.B. Citrix Profile Management) und nur den Office-Teil mit FSLogix loesen willst

  • Du sehr grosse Outlook-Postfaecher hast (M365 E3/E5 bieten 100 GB Postfach, Outlook cached bis zu 50 GB)



Fuer kleinere Umgebungen (z.B. einzelner Terminalserver mit 25 Usern): Ein Container reicht voellig aus!

10.4 Konfiguration (falls gewuenscht)

Die Konfiguration erfolgt analog zum Profile Container per Registry oder GPO:



GPO-Pfad:

Computer Configuration -> Administrative Templates -> FSLogix -> ODFC Containers



Registry-Eintraege:

Windows Registry Editor Version 5.00


[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\FSLogix\ODFC]
"Enabled"=dword:00000001
"VHDLocations"="\\\\fileserver\\FSLogix\\ODFC"
"VolumeType"="VHDX"
"SizeInMBs"=dword:00007530


Du kannst den gleichen Share wie fuer Profile verwenden oder einen separaten. FSLogix erstellt dann pro User:

  • profile_username.vhdx – restliches Profil

  • odfc_username.vhdx – nur Office/M365-Daten

10.5 Gleichzeitige Anmeldung mit ODFC

Bei gleichzeitigen Sessions (z.B. User an VDI + veröffentlichte App vom RDSH) nutzt FSLogix Differenzdateien.



Fuer ODFC gibt es eine separate Einstellung:

VHDAccessMode – regelt wie gleichzeitige Zugriffe auf den ODFC-Container behandelt werden



Modus

Verhalten

0 (Direct Access)

Erste Session hat exklusiven Zugriff, weitere Sessions bekommen temporaeren Container

1 (Difference Disk - Default)

Aenderungen werden in Differenzdatei geschrieben, bei Abmeldung zusammengefuehrt

2 (Read-Only)

Nur lesender Zugriff, Aenderungen werden verworfen



Empfehlung: Bei einem einzelnen Terminalserver brauchst du dir darueber keine Gedanken machen – da kann sich der User ohnehin nur einmal anmelden.

10.6 Outlook Cache begrenzen

Um zu verhindern, dass der Outlook-Cache die Container sprengt, kannst du per GPO begrenzen wie viele Monate Outlook cached:



GPO-Pfad:

User Configuration -> Administrative Templates -> Microsoft Outlook -> Account Settings -> Exchange -> Cached Exchange Mode



  • "Use Cached Exchange Mode" -> Aktiviert

  • "Sync Settings" -> z.B. 3 Monate oder 6 Monate



Das reduziert den Speicherbedarf des Outlook-Caches erheblich.



Stand: Januar 2026 | Erstellt mit Claude